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KI-Keynote Speaker in der Schweiz: welche Formate wirken und wie Sie den richtigen Referenten auswählen

Suisse IT GmbH · 12. September 2026

Künstliche Intelligenz steht seit drei Jahren auf fast jedem Programm — und trotzdem verlassen Teilnehmende viele Vorträge mit dem gleichen Gefühl: beeindruckend, aber was heisst das jetzt für uns? Dieser Leitfaden zeigt, welche Formate für welchen Anlass taugen und woran Sie vorher erkennen, ob ein Referat mehr als eine Demo-Show wird.

Erst das Ziel, dann das Format

Die häufigste Ursache für einen mittelmässigen KI-Vortrag ist nicht der Referent, sondern ein unklarer Auftrag. «Etwas über KI» ist kein Ziel. «Unsere Mitglieder sollen danach drei konkrete Einsatzfelder in ihrem Betrieb benennen können» ist eines.

Aus dem Ziel ergibt sich fast automatisch das Format — und oft ist das kürzere das bessere, weil danach Zeit für Fragen bleibt.

ZielPassendes FormatDauer
Aufmerksamkeit schaffen, Stimmung setzenKeynote mit Live-Demo30–45 Min.
Geschäftsleitung zu einem Entscheid führenImpulsreferat plus Diskussion15–20 Min.
Mitarbeitende handlungsfähig machenWorkshop mit eigenen Datenhalb- bis ganztägig
Einsatzfelder im Betrieb findenModerierte Ideation-Session2–3 Std.
Kontroverse Positionen zeigenPodium mit Moderation45–60 Min.

Sechs Fragen, die einen guten Referenten von einem guten Vortragenden trennen

Woran Sie einen Vortrag erkennen, der hängen bleibt

Gute KI-Referate haben eine gemeinsame Struktur: Sie beginnen mit einem Problem, das das Publikum kennt, zeigen dann eine Lösung live — und benennen zum Schluss ehrlich, was heute noch nicht geht.

Die Live-Demo ist dabei kein Selbstzweck. Sie ist der Moment, in dem aus einem abstrakten Versprechen etwas Überprüfbares wird. Wichtig: Ein Referent, der ausschliesslich mit Videoaufzeichnungen arbeitet, hat entweder kein laufendes System oder traut ihm nicht.

Typische Anlässe in der Schweiz — und was dort funktioniert

Budget: was ein Referat realistisch kostet

Honorare für Fachreferate schwanken stark: Mitwirkende, die gleichzeitig Praktiker sind, rechnen meist über Vorbereitungs- und Reisezeit ab, Vollzeit-Speaker über ein Auftrittshonorar. Beides ist legitim.

Verlangen Sie ein Angebot, das Vorbereitung, Auftritt, Reisezeit und Nachgang getrennt ausweist. Dann sehen Sie sofort, ob der Vortrag zugeschnitten wird oder ob Sie eine Standardpräsentation bekommen.

Häufige Fragen

Wie lange sollte eine KI-Keynote dauern?

30 bis 45 Minuten sind der Normalfall, danach 10 bis 15 Minuten Fragen. Kürzer als 20 Minuten wird es zum Impuls, länger als 45 Minuten sinkt die Aufmerksamkeit spürbar, wenn nicht interaktiv gearbeitet wird.

Brauchen wir einen Speaker oder eher einen Workshop?

Wenn das Publikum informiert werden soll: Vortrag. Wenn danach etwas anders gemacht werden soll: Workshop. Viele Organisationen kombinieren beides — Keynote am Anlass, Workshop einige Wochen später mit dem Kernteam.

Wie viel Vorlaufzeit ist nötig?

Vier bis sechs Wochen, wenn der Inhalt auf Ihr Publikum zugeschnitten werden soll. Für Standardthemen reichen oft zwei Wochen.

Sind Vorträge auch auf Schweizerdeutsch möglich?

Ja. Bei gemischten Publika empfiehlt sich Hochdeutsch mit Schweizer Beispielen; Folien und Unterlagen können zweisprachig sein.

Vortrag oder Workshop planen?

Sagen Sie uns Datum, Publikum und Zeitfenster — wir melden uns innert zwei Arbeitstagen mit einem Themenvorschlag.